Pressemitteilung

Dicke Luft im Büro: Ist ein gutes Arbeitsklima Chefsache?

Aktuelle von Rundstedt Studie zeigt:  Viele Arbeitnehmer sind gestresst und unmotiviert, wenn die Stimmung am Arbeitsplatz schlecht ist. Gleichzeitig sieht nur eine Minderheit die Verantwortung dafür beim Chef.

Düsseldorf, 08. November 2018 – Kollegen lästern, die Team-Konstellation funktioniert einfach nicht oder ein Mitarbeiter lässt die Kollegen ständig im Stich: Fast jeder Arbeitnehmer ist einmal in seinem Berufsleben mit einer solchen Situation konfrontiert. Doch wie reagieren Mitarbeiter auf Spannungen am Arbeitsplatz und wen sehen sie in der Verantwortung, die Situation zu klären? Die Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt hat dies in ihrer jüngsten repräsentativen Talents & Trends-Befragung unter 1.004 Teilnehmern ermittelt. 

Schlechte Stimmung – Stressgarant und Motivationsbremse

Unternehmen wenden immer mehr Ressourcen auf, um junge Talente und Führungskräfte im Unternehmen zu halten. Doch weder gute Bezahlung noch hervorragende Aufstiegschancen können Mitarbeiter halten, wenn der Arbeitsplatz zum Stressgaranten wird. Die Mehrheit hat schon negative Erfahrungen mit dem eigenen Arbeitsumfeld gemacht: 61 Prozent der Befragten hatten bereits damit zu kämpfen, dass ein Kollege seine Arbeit nicht erledigt. Darunter kann schnell ein ganzes Team oder eine ganze Abteilung leiden. Fast genauso viele Befragte (60 Prozent) geben an, dass an ihrem Arbeitsplatz gelästert wird oder dass sich Kollegen gegenseitig anschwärzen. Diese Situation empfinden zwei Drittel der Befragten als enorm anstrengend und 57 Prozent geben sogar an, dass ein schlechtes Arbeitsklima ihre Motivation sinken lässt. Bei anhaltend schlechter Zusammenarbeit mit den Kollegen würden immerhin 40 Prozent eine Kündigung in Betracht ziehen.

Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz nicht unbedingt Chefsache

Doch was tun, wenn das Arbeitsklima zu wünschen übrig lässt? Für knapp 50 Prozent ist dies ein leidiges Thema, für das sich niemand richtig zuständig fühlt. Aber: Nur knapp 40 Prozent der Befragten ist der Ansicht, dass die Verantwortung für ein schlechtes Arbeitsklima beim Chef liegt.  Trotzdem hat über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) bereits erlebt, dass sich ein Kollege direkt an den Chef wendet, anstatt erst einmal ein klärendes Gespräch im Team zu suchen.

Eine Kündigung scheint jedoch für viele Mitarbeiter der letzte Ausweg zu sein. Vielmehr sehen die Befragten Eigeninitiative als Chance und geben an, dass eine offene Problemlösung im Team der richtige Weg sei. Nur eine Minderheit von 32 Prozent gibt an, dass es ihnen schwerfällt, Unstimmigkeiten im Team selbst anzusprechen.

Kluge Köpfe beim Thema Arbeitsklima besonders sensibel

Vorsicht: Gerade Akademiker sind empfindsam, wenn es um die Stimmung am Arbeitsplatz geht. Ganze 74 Prozent, acht Prozent mehr als der Durchschnitt, empfinden dicke Luft im Büro als extrem stressig. Darüber hinaus sind sie auch schneller demotiviert: Neun Prozent mehr (66 Prozent) geben an, dass ihre Motivation sinkt, wenn die Zusammenarbeit mit den Kollegen auf persönlicher Ebene hakt. Der höhere Leidensdruck bei Talenten zeigt sich auch beim Thema Kündigung: Fast 50 Prozent bewegt eine schwierige Zusammenarbeit mit den Kollegen zur Kündigung.
 

Mitarbeiter zu Eigeninitiative motivieren

Die Studienergebnisse zeigen deutlich: Mitarbeiter, vor allem die höher gebildeten, reagieren auf schlechte Stimmung mit Motivationsverlust und gesteigertem Stressempfinden. Dabei sieht die Mehrheit der Befragten die Verantwortung fürs Arbeitsklima nicht beim Chef, erlebt jedoch, dass Kollegen lieber in der Chefetage klagen, anstatt sich dem Problem selbst zu widmen. Aber nicht nur das: „Viele Mitarbeiter sind bereit, selbst aktiv zu werden“, sagt Sophia von Rundstedt, CEO bei von Rundstedt. „Diese Initiative gilt es seitens des Arbeitgebers zu stärken, beispielsweise durch die Schaffung einer konstruktiven Feedbackkultur sowie durch interne Trainings zum Umgang mit Konflikten am Arbeitsplatz. Unmotivierte, gestresste Mitarbeiter – gerade Führungskräfte – sind dem Unternehmen nicht zuträglich, schaden ihm sogar im Zweifelsfall. Zudem möchte niemand die klugen Köpfe verlieren, die das Unternehmen vorantreiben.“

DIE ERGEBNISSE IM DETAIL

Frage:

Viele Arbeitnehmer erleben in ihrem Arbeitsalltag, dass im Team oder in der Abteilung schlechte Stimmung aufkommt: Kollegen lästern, die Team-Konstellation funktioniert nicht oder nicht alle Team-Mitglieder sind gleichermaßen motiviert. Für viele Arbeitnehmer sind Spannungen am Arbeitsplatz mit Stress verbunden. Bevor Sie die untenstehenden Fragen beantworten, denken Sie bitte an Ihre derzeitige Arbeitssituation und/oder versetzen Sie sich in die Lage hinein, wenn an Ihrem Arbeitsplatz schlechte Stimmung Alltag ist.

  • 66,3 Prozent: Schlechtes Arbeitsklima bedeutet für mich Stress pur.
  • 60,8 Prozent: Ich habe es schon erlebt, dass ein Kollege seine Arbeit nicht gut erledigt / faul ist und darunter das ganze Team leidet.
  • 59,8 Prozent: An meinem Arbeitsplatz habe ich schon mitbekommen, dass Kollegen schlecht übereinander reden und sich gegenseitig anschwärzen.
  • 56,8 Prozent: Wenn die Zusammenarbeit und die persönliche Ebene mit einem Kollegen nicht funktioniert, sinkt meine Motivation.
  • 52,4 Prozent: Ich habe es erlebt, dass Kollegen bei Streitigkeiten im Team erst den Chef informieren, anstatt ein klärendes Gespräch mit dem Kollegen / dem Team zu suchen.
  • 49,0 Prozent: Probleme unter Kollegen sind kein schönes Thema. Ich glaube, dass sich deshalb niemand dafür zuständig fühlen will, auch nicht in der Chefetage.
  • 40,1 Prozent: Wenn es mit der Zusammenarbeit nicht klappt und keine Besserung in Sicht ist, ist das ein Kündigungsgrund für mich.
  • 39,5 Prozent: Die Verantwortlichkeit, wieder für ein gutes Arbeitsklima zu sorgen, liegt beim Chef.
  • 32,3 Prozent: Ich tue mich schwer damit, Unstimmigkeiten im Team offen anzusprechen, da ich den Eindruck habe, dass Kollegen sich direkt angegriffen fühlen und daher gar nicht offen für eine Problemklärung sind.
  • 30,5 Prozent: In meinem Unternehmen ist nicht klar, wer für die Lösung interner Team-Probleme / Unstimmigkeiten in der Abteilung zuständig ist.

n= 1.004

 

Über die Umfrage

Talents & Trends ist eine regelmäßig stattfindende Erhebung zu den Themen „Talent“ und „Karriere“. von Rundstedt befragt hierzu gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG rund 1.000 Männer und Frauen. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im September 2018 statt.

Über von Rundstedt

Die Unternehmensgruppe von Rundstedt ist deutscher Marktführer für Outplacement-Beratung. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen die Karriereberatung im Rahmen der beruflichen Neuorientierung sowie die Begleitung von Personalumbau- und Personalabbau-Maßnahmen.

Zur Gruppe zählen die v. Rundstedt & Partner GmbH, die Rundstedt Transfer GmbH, die von Rundstedt Executive Search GmbH, die von Rundstedt & Partner Schweiz AG, die von Rundstedt HR Partners GesmbH (Österreich) und die The Boardroom GmbH (exklusive Karriereberatung von Top-Führungskräften). Im deutschsprachigen Raum (DACH) arbeiten derzeit 390 Mitarbeiter an fast 30 von-Rundstedt-Standorten, die über alle großen Städte – von Berlin bis Bern– verteilt sind. Weltweit ist von Rundstedt über seine Netzwerkpartner der Career Star Group an mehr als 1.000 Standorten vertreten. 


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Pressekontakt

Ihre Ansprechpartnerin

Petra Jankowski - Mitarbeiterin bei den Outplacement Experten bei von Rundstedt

Tanja Jankowski

Telefon: +49 211 83 96-358 E-Mail: jankowski@rundstedt.de

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