Pressemitteilung

Schöne neue Arbeitswelt:
Wie viel Veränderung ist zu viel?

Aktuelle von Rundstedt Studie zeigt: Arbeitnehmer kennen ihre Grenzen – nur eine Minderheit steht Change-Prozessen uneingeschränkt positiv gegenüber. Wenn es zu Veränderungen kommt, erwarten sie Unterstützung vom Arbeitgeber. Führungskräfte nehmen den Wandel am Arbeitsplatz besonders deutlich wahr.

Düsseldorf, 10. April 2019 – Die Arbeitswelt ist einem ständigen Wandel unterworfen, Arbeitsplatz, Aufgaben und Umfeld verändern sich immer schneller. Die Konsequenzen: Routinen brechen auf, Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen. Somit fordern Unternehmen immer mehr Flexibilität und Anpassungsbereitschaft von ihren Mitarbeitern und stellen sie ständig vor neue Herausforderungen. Doch wie viel Veränderungsbereitschaft kann ein Arbeitgeber einfordern und wo stoßen Mitarbeiter an ihre Grenzen? Die Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt hat dies in ihrer jüngsten repräsentativen Talents & Trends-Befragung unter 1.000 Teilnehmern ermittelt.

Veränderungsbereitschaft im eigenen Fachbereich 

Moderne Tools, neue Herangehensweisen, fremde Aufgaben und viele Herausforderungen – diesen Veränderungen stehen Arbeitnehmer generell positiv gegenüber: 59 Prozent der Befragten geben an, innerhalb ihres Fachbereichs flexibel zu sein. Sie bewerten neue Aufgaben nicht als anstrengend und negativ, sondern als erfrischendes Element, das die tägliche Routine aufbricht. Doch trotz dieser positiven Grundeinstellung herrscht große Uneinigkeit bei den Arbeitnehmern, ob sie sich überhaupt schon in Change-Prozessen befinden. Während nur 37 Prozent der Befragten angeben, dass ihr Arbeitsplatz von ständiger Veränderung geprägt ist, kann dies die Mehrheit (63 Prozent) noch nicht bestätigen. Hier unterscheiden sich die Wahrnehmungen besonders innerhalb der Berufsgruppen: Während 56 Prozent der Führungskräfte einen ständigen Wandel am Arbeitsplatz bemerken, sinkt diese Zahl über die unterschiedlichen Berufsgruppen auf bis zu 26 Prozent bei den Facharbeitern ab.

Wo Flexibilität an Grenzen stößt

Flexibilität? Leichter gesagt als umgesetzt! Vor allem, wenn Veränderungen Auswirkungen außerhalb des Büros mit sich bringen. 58 Prozent geben an, dass sie Veränderungen nur positiv gegenüberstehen, wenn die neue Situation keine Auswirkungen auf Arbeitszeiten, Arbeitsort und Urlaub hat. Die geringste Veränderungsbereitschaft weisen Angestellte in weniger anspruchsvollen Berufen auf, nur 29 Prozent der Facharbeiter stehen Veränderungen positiv gegenüber. Aber auch bei den flexiblen Mitarbeitern ist Fingerspitzengefühl gefragt: Nur 41 Prozent begrüßen Veränderungen am Arbeitsplatz uneingeschränkt. 25 Prozent definieren sich stark über ihre Arbeit. Sie würden eine berufliche Veränderung höchstwahrscheinlich nicht akzeptieren. Weitere 24 Prozent kämpfen mit veränderten Prozessen und wünschen sich Routine. 18 Prozent geht der Wandel bereits zu schnell.

ARBEITGEBER STEHEN VOR HERAUSFORDERUNGEN

Kommt es zu Veränderungen, sehen knapp zwei Drittel (64 Prozent) den Arbeitgeber in der Plicht. Er soll den Mitarbeiter angemessen auf die neue Position vorbereiten. Vor allem junge Angestellte im Alter von 18 bis 29 Jahren (70 Prozent) erwarten dann Hilfestellung von ihrem Vorgesetzten. „Auch wenn viele Mitarbeiter heute noch keine extremen Veränderungsprozesse durchlaufen – sie werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Deshalb müssen Unternehmen jetzt geeignete Konzepte entwickeln – für die Mobilisierung flexibler und weniger flexibler Mitarbeiter“, sagt Sophia von Rundstedt, Vorsitzende der Geschäftsführung bei von Rundstedt. „Unternehmen benötigen vor allem klare, transparente und inspirierende Ziele, Transparenz über den internen Arbeitsmarkt, das heißt Kenntnis der bei den Mitarbeitern vorhandenen Kompetenzprofile sowie über die offenen Positionen.“

DIE ERGEBNISSE IM DETAIL

Die Arbeitswelt ist einem ständigen Wandel unterworfen. Arbeitsplatz, - mittel und -umfeld verändern sich immer schneller. Somit fordern Unternehmen immer mehr Flexibilität und Anpassungsbereitschaft von ihren Mitarbeitern und stellen sie ständig vor neue Herausforderungen. Bitte denken Sie an Ihre derzeitige Arbeitssituation / Ihren aktuellen Job. Wie stehen Sie Veränderungen am Arbeitsplatz gegenüber?

  • 63,6 Prozent: Wenn sich Dinge an meinem Arbeitsplatz ändern, erwarte ich von meinem Arbeitgeber, dass er mich auf die neue Position angemessen vorbereitet.
  • 58,5 Prozent: Innerhalb meines Fachbereichs bin ich flexibel. Neue Aufgaben brechen die tägliche Routine auf.
  • 58,4 Prozent: Ich stehe Veränderungen positiv gegenüber, möchte aber nicht, dass der Wandel Auswirkungen auf meine Arbeitszeiten, Arbeitsort, Urlaub etc. – und damit auf mein Privatleben – hat.
  • 40,9 Prozent: Ich finde stetige Veränderung an meinem Arbeitsplatz (z. B. veränderte Aufgaben, Zuständigkeiten, Team-Konstellationen) spannend, erfrischend und bereichernd.
  • 37,3 Prozent: Mein Arbeitsplatz ist von ständiger Veränderung geprägt. Aufgaben und Abläufe wandeln sich wesentlich schneller und regelmäßiger als früher.
  • 26,3 Prozent: Häufig ist mir nicht klar, warum mein Arbeitgeber Abläufe, Aufgaben und Arbeitsbereiche verändert.
  • 25,3 Prozent: Meine Arbeit ist ein großer Teil von mir. Eine grundlegende Veränderung meines Arbeitsplatzes (z. B. Jobtitel, Berufsfeld) würde ich kaum mitmachen.
  • 24,4 Prozent: Es fällt mir schwer, mit Veränderungen am Arbeitsplatz umzugehen. Routine ist etwas Gutes und gibt mir Sicherheit.
  • 20,7 Prozent: Ich sehne mich nach meiner alten/vorherigen Arbeitssituation, dort wusste ich jeden Tag, was mich erwartet.
  • 18,4 Prozent: Der Wandel am Arbeitsplatz (z. B. veränderte Aufgaben, Zuständigkeiten, Team-Konstellation) geht mir zu schnell, ich fühle mich überfordert.

     

n= 1.000

 

Über die Umfrage

Talents & Trends ist eine regelmäßig stattfindende Erhebung zu den Trend-Themen im Arbeitsmarkt. von Rundstedt befragt hierzu gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.000 Männer und Frauen. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im März 2019 statt

Über von Rundstedt

Die Unternehmensgruppe von Rundstedt ist deutscher Marktführer für Outplacement-Beratung. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen die Karriereberatung im Rahmen der beruflichen Neuorientierung sowie die Begleitung von Personalumbau- und Personalabbau-Maßnahmen.

Zur Gruppe zählen die v. Rundstedt & Partner GmbH, die Rundstedt Transfer GmbH, die von Rundstedt Executive Search GmbH, die von Rundstedt & Partner Schweiz AG, die von Rundstedt HR Partners GesmbH (Österreich) und die The Boardroom GmbH (exklusive Karriereberatung von Top-Führungskräften). Im deutschsprachigen Raum (DACH) arbeiten derzeit 390 Mitarbeiter an fast 30 von-Rundstedt-Standorten, die über alle großen Städte – von Berlin bis Bern– verteilt sind. Weltweit ist von Rundstedt über seine Netzwerkpartner der Career Star Group an mehr als 1.000 Standorten vertreten. 


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Pressekontakt

Ihre Ansprechpartnerin

Petra Jankowski - Mitarbeiterin bei den Outplacement Experten bei von Rundstedt

Tanja Jankowski

Telefon: +49 211 83 96-358 E-Mail: jankowski@rundstedt.de

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